Archive für 29.3.2010

-1 falsche Religion

Ist doch kaum zu glauben, was sich die Leute so alles gefallen lassen - aber gut, viele ‘gläubige’ Katholiken gehören bestimmt eher aus gesellschaftlichen Zwängen oder aus eigenen pädophilen Neigungen so einer Religion an, schrecklich kitschig wie sie schon immer daherkam. Nach all diesen Enthüllungen .. man könnte fast meinen das ‘Zöllibat’ würde vielmehr den täglichen Exzess mit Minderjährigen vorschreiben denn irgendwelche Enthaltsamkeit .. könnte man doch einen wahren Sturm der Entrüstung erwarten! Denn, was ist mit all diesen Leuten passiert? Sie wurden ein Leben lang belogen, sie kämen in den Himmel und das Beten würde irgendetwas bringen, wenn sie nur munter einzahlen und sich von jung auf zu perversen Spielen vergewaltigen lassen. Dabei haben sie laufend schon festgestellt - gerade ihren Schwestern und Brüdern geschieht Ungemach, Gott straft diese sogar noch öfter als ganz normale Leute, die überhaupt nichts glauben, sondern sich mit der Natur und Gesundheit auseinandersetzen in der gesparten Zeit. Also wenn ich ein Leben lang so ausgenutzt, belogen und betrogen worden wäre, dann würde mir nach Genugtuung (um nicht zu sagen: Rache) gelüsten, einer Solchen, die moralisch sehr gut vertretbar ist (Beseitigung eines Irrglaubens), und die zum Ziel hätte die falsche Religion dem Erboden gleich zu machen. Aug’ um Auge.. Vielleicht kommt es ja auch bald soweit - ein aufgebrachter Mob dringt in Kirchen und Kathedralen ein, stapelt alle Holzbänke zu einem grossen Turm und wirft all die 1000 brennenden Kerzen hinein.. um sich am Werk des Feuers mehr zu erfreuen als an 1- August und Sylvester 1999 zusammen.
Das hätte später auch den Vorteil dass man bei Städtebesuchen und Sightseeing Touren nicht immer diese bescheuerten Sakralbauten auf dem Programm hätte, die die Leute sowieso nur schrecklich langweilen. (Nur niemand will das zugeben, weil er ja nicht als Ungläubiger aus der Gruppe verstossen werden will..).

Leistungsgesellschaft fängt mit 1 an

Ähnlich einem Kriegsveteranen (In den USA sterben doppelt soviele Soldaten bei einem Suizid wie in den Kampfgebieten ! Lese ich gerade in einem Zeitungsartikel..) wache ich schon seit 20 Jahren fast jeden Morgen auf und träumte gerade von Prüfungen und sonstigem Stress an der Kantonsschule. Während und etwa 3 Jahre nach dem Militärdienst fand ich mich nächtelang wieder zurück auf dem Feld unter dem primitiven Gebell der Vorgesetzten. Zwischendurch sind es dann auch wieder die autoritären, patriarchalischen Erziehungsmethoden unserer bekloppten Elterngeneration, die mir den erholsamen Schlaf rauben. Ich stehe dann jeweils auf, mit einer Wut im schmerzenden Kopf und lauem Gefühl im Magen.. bestärkt in der Gewissheit, dass diese Leistungsgesellschaft auf einem fatalen Irrweg ist und das jeder Einzelne aufgefordert ist, strikte dagegen anzutreten.

Es kann nicht sein, dass auch wir unsere Kleinkinder noch verstärktem Drill aussetzten und sie schon ab 1 in der Krippe versorgen. Die Eltern von heute (leider auch wir) machen es sich nämlich schon verdammt einfach. Unter dem Vorwand des Rechtes der 100%igen Berufsausübung beider Elternteile geben wir unsere Kinder schon kurz nach der Geburt weg. Da kommen sie zwar in (Montessori) Kleinkindergruppen, wo sie sich schnell sozialisieren und unter vielen anderen wohl fühlen (was mir selber leider abging, wir Kinder waren so gut behütet, dass kaum ein Eindringling in die Familien’idylle’ (Sprich ‘terror’) je geduldet wurde!).  Dabei würde es JEDER berufliche Werdegang und jede Karriere vertragen, dass man eine Zeit lang halt vielleicht nur 60% arbeitet, oder auch einmal 3 Jahre aussetzt. Die meisten Familien hierzulande könnten sich das ohne Weiteres leisten, v.a unter Einbezug der elterlichen Vermögen, welche ja in der Regel nur dem traurigen Dasein darben, einen läppischen Zins abzugeben. Kinder muss man sich auch etwas leisten können. Und sie verdanken es einem ganz gross, wenn man sich richtig mit ihnen auseinandersetzt und sie unterstützt in ihrem grosswerden. Gerade Mütter scheinen aber davon leider gar nichts wissen zu wollen, sie meinen, Kinder zu betreuen bedeute vor allem hysterisch rumzuschreien und mit ihnen ständig etwas zu ‘unternehmen’. Dies bedeutet dann eigentlich nur wieder die Lieblingsbeschäftigung der Frauen im Allgemeinen, nämlich mit Freundinnen irgendwo abzuhängen und zu Tratschen, während man das Jungvolk mehr oder minder unbeaufsichtigt aufeinander loslässt. Oder die Kinder werden auf Shoppingtouren mitgeschleppt, bekommen da und dort ein Spielzeug oder eine Süssigkeit und werden so ideal auf die Spass- und Konsumgesellschaft eingestellt.

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob ein Kind jeden Tag früh aufstehen muss, um dann so schnell wie möglich das Frühstück herunterzuwürgen, weil sie von der lieben Mama so gestresst werden damit diese auch ja keine Minute zu spät im Büro erscheint (um dort erstmal in aller Ruhe ein paar Stündchen auf dem Netz zu surfen..) - oder ob es ohne Zwang jeden Tag am Vor-oder Nachmittag in den Hort gehe darf. Die ganze Zwängerei die mit dieser Fremdbetreuung verbunden ist, vergiftet sie derartig. Und auch dass so viele Personen beteiligt sind und nur bloss nicht etwa der Vater, das könnte ja diesem noch Spass machen und/oder er könnte dann plötzlich in einem guten Licht dastehen, aber das wollen wir ja alle nicht! (Hinweis für Kritiker: Das war jetzt sarkastisch).

Eine Bekannte hat sich kürzlich über ihren Mann lustig gemacht, wenn dieser mit den Kindern spiele, sei er ‘auch ein Kind’ und erfinde Geschichten während er auch selber mit den Spielzeugautos rumkurvt. Wie soll man denn sonst mit Kindern spielen ? Wohl nach Meinung der Mütter, indem man sie autoritär herumkommandiert, sie hier und da anschreit, bis diese zurückschreien und dann gilt ‘aha, das Kind ist jetzt müde’. Diese Erziehung ist dann doch anstrengend und man überlässt sie lieber den Grosseltern, die sich ja eh fast streiten darum, wann sie die Kinder wieder haben dürfen und gleichzeitig muss man ach-so-dankbar sein wenn sie sie kurz mal einen Abend lang hüten dürfen.
Man kann die Kinder gut ständig weggeben und egoistisch seinem eigenen (meist nutzlosen) Kram nachgehen. Aber das Problem ist - sie werden sich rasch von einem entfernen und man wird für sie so ab 10 dann vollständig zum Störfaktor.

Da wird so viel Geld für Bildung ausgegeben. Dabei ist eigentlich gar nicht die Bildung gemeint, sondern nur immer noch stärkerer Drill, der die Schüler letztlich entweder zu schlechten, habgierierigen Meschen macht oder zu halben Psychowracks, wie ich eines geworden bin. Dabei hat es auf jeder Stufe dutzende, nein hunderte andere gegeben , die noch viel schlechter dran waren. Die zu ihren Schwächen in Deutsch oder Mathematik noch ständig gehänselt und fertiggemacht wurden. Was aus solchen Leuten geworden ist, würde mich mal interessieren.. wenn sie unser tolles paramilitäres Schulsystem letztlich überhaupt überlebt haben. Ich war ja bis zur Sek. quasi jeweils der ‘Klassenprimus’ und hatte einzig im Gymi teilweise schlechte Noten, die einerseits vom Militärkopf-Klassenlehrer W.Braun ausgingen, weil dieser irrtümlich meinte, ich wäre ein Mathe-Tubel, (An der ETH war ich dann wundersamerweise wieder bei den Besten) - und andererseits in grosser Prüfungsangst wurzelten, plus allgemeiner zu grosser Sensibilität, die von vielen Leuten da als etwas Lächerliches angesehen wurden, wahrscheinlich auch vom unsäglichen W.Braun, welcher soviel ich hoffe, wenigstens auch nicht mehr bei den Lebenden sein dürfte.

Von meiner selbständigen Arbeit her wäre es kein nenneswertes Problem, meine beiden  2- und 4jährigen Kinder zwei Tage pro Woche zu betreuen. Dann könnte man sich auch mal mit den 1000 teuren neuen Spielzeugen auseinandersetzen, die alle paar Monate neu hereinkommen, von all den anderen Familien (und durch neue Geschenke zu jeder erdenklichen Gelegenheit), deren Kinder auch nie die Zeit fanden, die Sachen auch nur eingehend zu betrachten!
Das hätte weiter den Vorteil, dass sie auch etwas vom Arbeitsleben mitbekommen. Und mir würde das auch sehr viel Spass machen, so meine Kleinen etwa zu 50% zu haben (statt nur am Wochenende und jeweils morgens und abends kurz, ohne wirklich mit ihnen zu sein..) Aber : Es ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Sachzwänge sind stärker. Wenn man schon Kinderhort zahlt, dann darf auch keine Minute ausgelassen werden! Und die machen ja soo tolle Sachen den ganzen Tag mit den Kindern.. (Immer wenn ich da bin, zu jeder Zeit, auch überraschend mal um 10:30 oder 14:00 hängen die Kinder allerdings meist nur +- gelangweilt herum, jedes für sich, keine Betreuer zu finden..)  Ich werde gezwungen, die Kinder zu bringen und den Kleineren schon um 13:00 wieder zu holen (Montag) - Der Aufwand lohnt sich gar nicht weil ich nur etwa 2 Std ‘kinderfrei’ (dafür meist mit der Putze im Haus) arbeiten kann. An den andern Tagen ist alles schon verplant mit Frau Hopp und Fräulein Flup, die immer so lustig mit ihnen rumspielt, als wären es ihre Kinder. Eine Putzfrau und einen Gärtner brauchen wir natürlich auch noch, obwohl weder meine Frau noch ich in der gesparten Zeit auch nur annähernd so viel verdienen. Da heisst es dann immer wieder tadelnd ‘diese Selbständigkeit ist ja schön und gut, aber leider bleibt einfach nix hängen’. Tja; um Millionen anzuhäufen wie unsere Eltern wirds vielleicht in der Tat nicht reichen. Aber wozu auch? Unbenutzter Reichtum macht unglücklich - aus dem Grund, als es sich um eine Unterlassungssünde handelt - verweigerte Hilfe an Leute, die sich in echter Not befinden oder einfach nur der Natur, der Tierwelt. Das schlägt dann aufs Gewissen. Deshalb sind all die Alten so hässig und reizbar die ganze Zeit.

|