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1.7.2010 von admin.
Alle grossen Modetrends kamen doch früher immer von der Generation der Jungen, seien es die Bluejeans oder Skaterklamotten, University style..
Wenn ich mir heute so anschaue, wie die Jungs und Mädels rumlaufen, muss ich oft nur lachen - Unpraktischer und döfer geht es kaum noch!
Birnenförmiger Rucksack, offenbar vollgestopft mit Turnsachen, Büchern und Proviant, an langen Bändeln am Po unten hängen ?! Sehr sexy !
Jeans, die so tief hängen, dass der Po visuell fast an den Waden unten hängt? Wirklich stylisch.
Junge Mädels mit vielleicht hübschen, aber zugeschminkten Gesichtern, die aber ihre Konsumsucht derart nicht im Griff haben, dass sie alle denselben fetten birnenförmigen Arsch in die Jeans zwängen ? Ich kann mich fast nicht halten, so scharf machen die mich!
Und dann all diese spiessigen Farben !
Das ist das Ende von ‘Kleider machen Leute’.
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20.4.2010 von admin.
Eine schöne Umschreibung des Gefühls vor einer Tanznacht in einem guten Club, von Samuel Volken, usgang.ch “..Das Hineinschreiten in einen Club ist jedes Mal wieder ein spezieller Augenblick. Er wird begleitet von Glücksgefühlen, dem Erahnen von aussergewöhnlichen Begebenheiten und Höhepunkten. Man gibt die Jacke ab und schliesst damit mit sich selber einen Vertrag: man bleibt nun eine ganze Weile in einer anderen Welt. Auf dem Weg von der Garderobe in den Club, vernimmt man das stetig ansteigende Donnern. Wärme und Feuchtigkeit umschmeicheln das Gesicht während einem nasse und verschwitzte Menschen entgegenkommen. Man ist noch frisch, ziert sich deswegen ein wenig. Hühnerhaut.Man geht weiter, das gedämpfte Wummern weicht einem rollenden Donnernsturm. Die Vibrationen ergreifen den Körper, Lichter zucken durch die Nebelschwaden und aus der Dunkelheit ertönen Schreie. Man geht eine Runde, atmet die aufgeladene Atmosphäre ein, schaut. Man trinkt, man tanzt, man lacht und jubelt, man gibt sich dem stetig treibenden Bass hin. Der Club wird zum Spielplatz gelösten Zusammenseins.”
Kaum könnte man den Besuch von einer Sportveranstaltung als Zuschauer in ähnlicher Weise betrachten, oder ?
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15.1.2010 von admin.
Für amerikanische Filme ist die Story zwar lobenswert; die Macho-Sprüche der Marines werden ins Lächerliche gezogen und ein Deserteur trägt zur Freude des Publikums massgeblich zur völligen Zerstörung der ganzen Einheit bei, um ein Stück Natur zu retten! Vor Obama hätte man sich das nicht vorstellen können. Dennoch ist der Inhalt gewohnt platt, ein Konflikt, der bis zur finalen Schlacht ausartet, wo dann die Hauptfigur (oder hier das Helden-Paar) im Einzelkampf noch den Ober-Bösewicht besiegt. Und einige Dinge sind geklaut, bei Matrix etwa, oder bei den Plattencovers von YES (Roger Dean), aber die Welt der 3D Topographien ist halt auch beschränkt..
Hunderte ähnlich gelagerte Actionfilme könnte ich in kleinste Fetzen zerreissen. Aber AVATAR 3D ein (fast) perfektes Meisterwerk, spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Atemberaubend ! Müsste ja eigentlich bei allen Filmen sein, die mehr als 100 Millionen gekostet haben..
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20.8.2009 von admin.
Die mitteleuropäischen Städte bieten doch wahrlich ein erbärmliches Bild; Gut es gibt Kinderspielplätze, Restaurants, Bars, Cafés, Kino - die Letzteren nur in der Innenstadt. Sonst : Trostlose Leere und Langeweile, wohin das Auge reicht Viele Läden reihen sich in den gutbesuchten Gassen - doch was bieten die eigentlich ? Was soll ich in einem Label-Modeladen, den ich 1:1 auf der ganzen Welt vorfinde, mit demselben billigen Ramsch? Wenn nicht gerade SALE! Alles 90% heruntergesetzt! (Was immer noch zu teuer in den meisten Fällen).. Was soll ich da ? Alles nur Fummel, der kein Mensch je benötigt. Diese Läden verschanden die Stadt, denn Sie bieten wirklich Nichts, Nichts, Nichts! Und es gibt 1000e davon und sie werden überall mit Handkuss genommen weil nur sie die horrenden Mieten bezahlen können. Tja da wird sich noch Vieles ändern - deshalb würde ich Jedem abraten in Immobilien zu investieren! Aber zurück zum Thema. Was macht denn eine Stadt interessant ? Bestimmt nicht die Wohnstrassen mit ihrer entsetzlichen Architektur aus den 50iger Jahren.. sondern es wären eigentlich diese Gewerbe, dann die Ausgehtempel.. interessante Orte wo ich MakroWelten finde und guten Leuten begenen kann.. Auch Orte die mich weiterbringen, wo ich Überraschendes entdecken kann oder auch ein Problem lösen kann. Aber statt innovativen, neuen, verrückten Läden - oder auch nur einem ganz normalen Computerladen (In Basel RAM kaufen ? Unmöglich!), einem HobbyCenter, einem CD-Laden, der nicht nur diesen unsäglichen Mainstream führt.. gibts 1000 Coiffeurläden, HandyShops, Luxusuhrenläden.. dann Papeterien und SchmuckAteliers und immer wieder einfach Kitsch, Tand made-in-China. Dieser ganze Schwachsinn definiert unsere Städte! Dabei könnten die meisten dieser Langweiler doch ohne Weiteres in den oberen Etagen einziehen. Die Schaufenster werden ja oft gar nicht recht gebraucht. Und dann noch Schlimmer : Banken, Versicherungen!, Consulting Agenturen - An bester Adresse! Und dann immer wieder Museen. Diese toten Räume, die doch eigentlich im digitalen Zeitalter ziemlich nutzlos geworden sind. Ab 19:00 einfach geschlossen, zu. Da müsste sich doch mal ein Bürgerkommitee bilden, das diesem eigentlich unverschämten Treiben ganz klar den Kampf ansagt: Wir wollen diese Bünzli-Möbelhaus-Souvenirkiosk-Abzocker nicht in unserer Stadt! Waschsalons gehören in den Hinterhof. 1 Schuhladen genügt, wir brauchen keine 168. 1 oder 2 Mal im Jahr kauft sich ein vernünftiger Mensch neue Schuhe. Das reicht. Ultimatum stellen. Die ganzen Suburbs und Autobahnkreuze sind schon voll mit dem Wahnsinn.
Wie es auch besser sein könnte sieht man zum Beispiel in Berlin, Prenzlauer Berg. Oder NYC. Evtl London ?
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13.6.2009 von admin.
Des öfteren komme ich in letzter Zeit in den ‘Genuss’ von klassischer Musik.Bislang habe ich ja beim Spiel auch wacker mitgemacht: ‘Ah, wow du hörst Klassik und gehst zur Oper.. eine interessante Passion.. Chapeau! Da erscheinst Du mir aber besonders intellektuell, und so empfindsam. Nicht so wie das Fussvolk heutzutage - die hören doch alle nur Mainstream PopRockLändler (oder noch schlimmer: ‘alles querbeet’!) ,aber du hebst dich ab, hast ein breites Wissen über die grossen Komponisten, bist eigentlich auch fast einer von diesem Schlag, hast das Zeug zum Künstler und Mann von Welt..’ So in die Richtung.
Jeder, der sich damit kleidet, ein Anhänger dieser unumstösslichen Hochkultur zu sein, stellt sich doch gleich über alle Anderen.
In der Realität verhält es sich aber eigentlich umgekehrt. Je mehr ich klassische Musik bewusst höre, und analysiere, desto mehr fällt mir auf wie simpel und geradezu trivial diese Kompositionen aufgebaut sind. Natürlich gibt es (einige wenige) grosse Werke, die damals wirklich etwas ausgeklügelt Neues darstellten und die das Resultat intensivster kreativer Arbeit waren, die damals wohl teils als Teufelswerk verschrien, aber bis heute einfach genial sind.
Aber diese wenigen wirklich wertvollen Klassiker sind heute derart verbreitet und erfahren so viel Airplay.. ich kann als totaler Laie in irgendeinen Laden gehen und nichts falsch machen.
Tausende andere Kompositionen sind dann aber ein so billiger Abklatsch von den Echten, sind so vorhersehbar und banal und für die heutige Zeit auch dermassen überholt .. dass es mir wirklich fast schlecht wird davon. Wenn dann noch so eine fette Opentussi dazu wimmert und kreischt kommt ein derartiger Schmerz und eine Wut in mir hoch, die eindeutig sagt : Nein, das ist ein Irrtum, das ist eine kranke, lächerliche Ausdrucksform, ein komprimierter Exrakt des richtig Schlechten. Leute, die vorgeben, so etwas gut zu finden, wollen sich doch nur, und mit Sicherheit zu Unrecht, wichtig machen und schockieren.
Man kann das auch vergleichen mit einer meiner Ansicht nach weit wertvolleren Kulturform - nämlich jener der elektronischen Musik. Wie viel kreativer sind hier die Melodien und Arrangements! Wie vielschichtiger die Möglichkeiten und wie glasklar und perfekt die Qualität! (Hat ja die Klassik z.Bsp. einen Rhythmus gar nicht gekannt oder auch bewusst abgelehnt!) Auch ist logisch, dass man mit den alten Holzinstrumenten auch nur einen winzigen Bruchteil der Stimmungen und Klangfarben hinbekommt, wie mit den elektronischen Gerätschaften.
Ganz zu schweigen von der Aufnahmetechnik, mit der die meisten Tonträger realisiert wurden.
Der Vergleich zu Techno, der mir immer gleich einfällt bei den platten Liftmusik-Symphonien und den Musical-Arien, die man da auf DRS 2 hört (nach dem sehr guten ‘Kontext’ jeden Morgen): Der kitschige Trance, den man eine Zeitlang auch am Radio, in der Hitparade etc. zu hören bekam, war genauso billigster Abklatsch von den wahren, genialen Dancefloor-Klassikern (heute bekannt unter dem Namen ‘Oldschool’ oder ‘Remember’ Trance, etwa von einem Kai Tracid). Genau deshalb fanden dann gleich alle ‘normalen’ Leute : Techno = Scheisse und haben nie realsiert, was sie alles verpasst haben. Weil das, was davon in die breite Oeffentlichkeit kam, nur der eklige Bodensatz war, über dem der schillernd mächtige Eisberg schwamm.
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